Nicht jede Umweltproduktdeklaration ist unmittelbar vergleichbar. Prüfen Sie Referenzeinheiten, Funktionsäquivalenz, Geltungsbereiche, Datenalter, Strommix und Sekundärrohstoffanteile. Achten Sie darauf, ob Klebstoffe, Beschichtungen oder Verpackungen einbezogen wurden. Hinterfragen Sie Annahmen zum End‑of‑Life, insbesondere bei Recyclinganteilen oder energetischer Verwertung. Markieren Sie Unsicherheiten, statt sie zu verschweigen. Teilen Sie Beispiele, in denen eine genauere EPD‑Analyse Ihre Materialwahl veränderte, und welche Mindestkriterien Sie für belastbare Vergleiche seitdem verpflichtend gemacht haben, um Fehlentscheidungen zu vermeiden.
Eine klare Abgrenzung verhindert, dass Emissionen ungewollt ausgeblendet werden. Dokumentieren Sie, ob Hilfsstoffe, Transporte zwischen Werken, Trocknungsprozesse oder Testrouten enthalten sind. Erfassen Sie Verschnitt, Befestigungsmittel und Reinigungszyklen. Erklären Sie, warum bestimmte Nebenflüsse vernachlässigt wurden, und quantifizieren Sie deren potenziellen Einfluss. So lassen sich spätere Diskussionen strukturiert führen. Berichten Sie uns, welche Grenzziehungen in Ihren Projekten die größte Wirkung hatten und wie Sie Teams auf ein gemeinsames Verständnis eingeschworen haben, bevor die ersten Zahlen präsentiert wurden.
Datenstreuungen gehören zur Realität. Nutzen Sie Sensitivitätsanalysen, Monte‑Carlo‑Simulationen oder Worst‑Case‑Szenarien, um Bandbreiten zu benennen. Zeigen Sie, wie Ergebnisse auf Strommix, Transportentfernungen oder alternative Bindemittel reagieren. Präsentieren Sie Median und Spannweite, nicht nur Punktwerte. So lassen sich robuste Entscheidungen treffen, die auch bei Änderungen tragfähig bleiben. Teilen Sie, welche Parameter in Ihren Projekten am stärksten schwankten, und wie Sie Stakeholder davon überzeugten, bewusst konservative Annahmen zu akzeptieren, ohne Chancen auf echte Verbesserungen zu verschenken.
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